Nachdem wir in Broome angekommen sind, haben wir erstmal einige Tage an dem schönen Cable Beach verbracht.

Schließlich sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es doch eigentlich ganz sinnvoll wäre mal wieder zu arbeiten. Es ist zwar nicht lange her wo wir gearbeitet haben und ich habe auch noch viel Geld, aber unsere Route geht nach Broome die Westküste runter und zur Zeit ist es in Australien Winter, auf jeden Fall in der Mitte und im Süden. Und weil wir nicht ins kalte wollen und sowieso später wieder arbeiten müssen, wäre es cool in Broome Arbeit zu finden und hier etwas zu bleiben. Zur Zeit sind sehr viele Backpacker in Broome die alle Arbeit suchen. Deutsche trifft man eigentlich überall und Franzosen sind hier auffällig häufig anzutreffen. Nach einigen Tagen Arbeitssuche hatten wir keine Lust und Motivation mehr und haben uns gedacht, dass es nicht wirklich Sinn macht hier weiter zu suchen. Arbeitsmäßig ist Broome genauso wie zur Zeit Cairns und Darwin, Backpacker überfüllt. 

Immer mal wieder gab es Brände. Das ist für die Leute hier ganz normal. 
Hier ist unser Schlafplatz zu sehen. Zum schlafen mussten wir immer 9km aus Broome raus zur Information Bay fahren. Hier haben jede Nacht um die 50 Vans geschlafen und alle Backpacker hat man überall wieder gesehen, ob beim einkaufen, in der Bücherei oder am Strand! 😀 Am Strand standen auf dem Parkplatz alle Vans wieder nebeneinander.

Die ersten Nächte haben wir versucht mitten in der Stadt zu schlafen, entweder auf dem Coles Parkplatz oder im Wohngebiet. Leider kam morgens ein Ranger und wir und unsere Van Nachbarn mussten eine Strafe zahlen, zum Glück jeder „nur“ 50$. Danach haben wir, wie alle anderen auch, in der Information Bay geschlafen.

Durch eine belgische Freundin sind wir aus Zufall an einen Job an einem Pferderennen gekommen! Zwar nur für einen Tag, aber immerhin besser als nichts! Wir haben 8 Stunden gearbeitet für jeweils 22$ die Stunde und unsere super wichtige Aufgabe war es, alles sauber zu halten. Ich muss sagen, dass ich als leidenschaftliche Reiterin Pferderennen aus dem Fernsehen kenne und mir vorstellen konnte, dass auch hier einige sehr schick bekleidete Leute rumlaufen. Aber damit habe ich nicht gerechnet!

Ich kam mir vor wie im Film! Es war auf jeden Fall ein echt interessantes Erlebnis! Einige waren sehr nett, andere wiederum arrogant. Aber am wichtigsten waren für mich die Pferde! Das Rennen wurde sogar im Fernsehen übertragen!

Bei dem Pferderennen hätten wir einmal in der Woche arbeiten können, doch hat es für uns keinen Sinn gemacht, deswegen so lange in Broome zu bleiben. Letztendlich sind wir doch ganze zwei Wochen hier geblieben. Dabei haben wir einen perfekten Masterplan aufgestellt: die Westküste runter nach Perth reisen, dort ca in einem Monat ankommen und wenn bis dahin kein guter Job gekommen ist nach Bali fliegen! 😀 Für Deutsche mag das vielleicht etwas komisch klingen, aber für uns ist es eine sinnvolle Idee. Der Flug ist mit insgesamt, hin und zurück um die 260$ günstig und mit unseren australischen Dollars lässt es sich auf Bali wie ein König leben. Nach Bali wären wir nach dem Australien Jahr eh noch gerne vorbei, also ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, da auf Bali, wie auch im Norden Australiens gerade Dry Season ist. Also werden wir von Perth für etwa zwei Wochen nach Bali fliegen und zurück in Perth nach Arbeit suchen.

Unser erstes Zwischenziel auf der Fahrt nach Perth ist Port Hedland. Hier ist der Eighty Mile Beach zu sehen. 
So sieht die Landschaft auf dem Weg nach Port Hedland aus, wie im Outback.
 Von dort aus fahren wir weiter in den Karijini National Park, der einer der schönsten in Australien sein soll. Anschließend geht’s weiter nach Exmouth. Nach dort haben wir uns von Broome aus Wetsuits bestellt, die wir dann in 1200 km abholen. An Exmouth grenzt das Ningaloo Reef, welches zwar nicht so berühmt wie das Great Barrier Reef ist, aber mindestens genauso schön sein soll. Vom Land aus soll man direkt zum Riff schwimmen können. Ansonsten würde ich auch nochmal eine Schnorcheltour machen. Die Wetsuits brauchen wir zum surfen und schnorcheln, weil das Meer zur Zeit recht kalt ist. Das liegt daran, dass es dry Season (Winter ist) und das Wasser kälter ist als im Sommer. Dies hat den Vorteil, dass das schwimmen im Meer jetzt ungefährlicher ist, weil es nicht so viele Quallen gibt. Es brennt dann nicht nur ein bisschen, sondern eine Berührung kann tödlich enden. Auch dagegen würden unserer Anzüge helfen. 
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