Nach unserer Safari Tour im Yala Nationalpark haben wir uns als nächstes Ziel den Udawalawe Nationalpark ausgesucht. Auch hier gibt es wieder geführte Safari Touren durch den rund 300 Quadratkilometer großen Park. Der Udawalawe Nationalpark wurde 1972 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört zu den schönsten Zielen in Sri Lanka. Neben einigen Wäldern gibt es hier hauptsächlich offenes Grasland. Dementsprechend bestehen gute Chancen auf Tiersichtungen, vor allem an Flüssen und Wasserstellen.

Anreise in den Udawalawe Nationalpark

Der Nationalpark liegt im Süden von Sri Lanka rund zwei Stunden von der Küste entfernt im Landesinneren. Von den Touristengebieten im Süden wie Unawatuna, Galle oder Mirissa beträgt die Fahrzeit etwa zweieinhalb bis drei Stunden. Die nächstgelegene Stadt ist Embilipitiya, welche etwa eine halbe Stunde vom Nationalpark liegt.

Von unserer Unterkunft in Tissamaharama am Yala Nationalpark sind wir mit einem privaten Fahrer zum Udawalawe Nationalpark gefahren. Die Fahrt dauerte anderthalb Stunden und hat 5000 LKR gekostet (27€). Unterwegs machten wir noch einen Stopp an einem Stausee neben dem Udawalawe Nationalpark. Hier steht seit anscheinend schon geraumer Zeit ein Elefant und lässt sich von vorbeifahrenden Besuchern füttern. Später erfuhren wir, dass die Parkranger derzeit schon an Absperrungen und Verbotsschildern arbeiten und hoffentlich bald versuchen, den Elefanten in den Nationalpark zurück zu drängen. Uns tat der Elefant auch leid, wie er täglich an der Straße steht und sich befüttern lässt.Wir hoffen, dass der Elefant bald wieder ein normales Leben im Nationalpark führen kann. An der Straße wo der Elefant steht, sind viele Verkäufer, die einem Bananen, Melonen und Nüsse verkaufen wollen.

Udawalawe: Hotels und Unterkünfte

Die meisten Unterkünfte gibt es in dem Ort Embilipitiya, doch viele Hotels und Homestays sind entlang der Straße zu dem Nationalpark. Wir haben uns mit der Auswahl etwas schwer getan, weil es eine große Auswahl an günstigen Homestays mit guten Bewertungen gibt. Wir haben uns schließlich dazu entschieden, bei Thilan’s Safari Resort* zu übernachten. Dieses Homestay liegt schon fast auf halbem Weg zu dem Nationalpark. Dies ist eher als Homestay einzustufen, aber trotzdem sehr schön gelegen und hat einen sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Hier buchten wir kurzerhand auch unsere Safari Tour für den Nachmittag. Gefunden haben wir die Unterkunft wieder durch Booking und Tripadvisor, wo wir sehr viele hilfreiche Kommentare gelesen haben.

Beste Reisezeit im Udawalawe Nationalpark

Der Park ist ganztägig geöffnet. Aufgrund des Südwest-Monsuns im Süden Sri Lankas sind die besten Monate für eine Safari und dem dafür notwendigen Wetter Klima die Monate Mai bis September. Die beste Zeit ist jedoch in den Morgenstunden von 6 bis 10 Uhr und am späten Nachmittag von 16 bis 18 Uhr. Da wir erst gegen 12 Uhr in unserer Unterkunft nahe des Udawalawe Nationalparks ankamen, haben wir uns für die Nachmittagstour entschieden. Diesmal waren wir aber sogar nur zu zweit, da es hier in Udawalawe nicht so viele Touristen hin verschlägt, wie zum bekannteren Yala Nationalpark. Da jedes kleine Homestay eine eigene Tour anbietet, verteilen sich die Besucher auf viele Jeep’s, anstatt wie bei dem Yala Nationalpark. Somit konnten wir die Route und den Verlauf unserer Tour frei bestimmen. Uns hätte es aber überhaupt nicht gestört, wenn wir unsere Tour mit anderen geteilt hätten. Aber da wir für die Nacht die einzigen Gäste in dem Homestay waren, hatten wir eine Privat-Safari.

Eintrittspreise

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für eine Safari Tour in dem Udawalawe Nationalpark. Eine Tour kann online bei verschiedenen Anbietern gebucht werden oder aber direkt vor Ort bei den Unterkünften. Auch besteht die Möglichkeit, sich direkt an den Eingang zum Park fahren zu lassen und von dort die Safari zu starten. Wir haben 11.500 LKR (60€) bezahlt für den Fahrer und den Auto und mussten am Nationalpark-Eingang noch den Eintritt für zwei Personen („Ausländer“) und unserem Fahrer bezahlt. Dementsprechend liegt der Preis für eine private 3-Stunden-Tour für zwei Personen bei etwa 75€.

 

Safari im Udawalawe Nationalpark – Sri Lanka’s Elefanten

Im Park angekommen fiel uns sofort auf, dass hier ein nicht so großer Andrang herrscht, wie im Yala Nationalpark. Zuerst mussten wir wieder unser Ticket kaufen, aber dann konnte es schon sofort los gehen. Im Udawalawe Nationalpark ging es viel ruhiger zu als im Yala Nationalpark und wir fuhren entspannt durch die warme Nachmittagssonne. Direkt hinter der ersten Kurve sahen wir den ersten kleinen Elefanten, welcher sich an einem Baum gerieben hat.

Er lies sich kaum von uns stören und spielte immer wieder mit seinem Rüssel an einem Stock herum. Es war wunderschön ihm dabei zuzusehen. Wir hatten keinen Zeitdruck und haben zehn Minuten hier gestanden und haben ihn beoachtet,- er uns anscheinend auch.

Im großen und ganzen lief die Safari Tour wie im Yala Nationalpark ab, nur viel entspannter. Wir fuhren an verschiedenen Wasserlöchern vorbei, durch eine Savannenlandschaft und hielten schließlich an einem großen Baum. Hier lebt eine kleine Herde Affen, welche es nur in diesem Nationalpark gibt. Das hatte uns sehr überrascht und die Affen waren richtig verspielt. Leider ist es ja so, dass wenn Affen gefüttert werden, diese oft den Respekt vor den Menschen verlieren. Unser Guide hat die Affen mit einem langen Stock etwas im Schack gehalten, damit sie nicht an unsere Rucksäcke im (oder besser gesagt auf) dem Auto gehen und dort nach Essen suchen.

Merhmals hatten wir das Glück und trafen viele verschiedene Elefanten an den Wasserlöchern.

Ansonsten gab es auch hier die Möglichkeit, viele verschiedenen Vogelarten, Schildkröten, Krokodile, Wasserbüffel, Axishirsche, Affen, Warane und Pfaue zu sehen.

Die Landschaft ist während der Trockenzeit sehr ausgetrocknet und vor allem durch Buschland bestimmt.

Manchmal waren wir an den Wasserlöchern ganz alleine oder es waren noch andere Touren unterwegs. Die Fahrer verständigen sich wie auch im Yala Nationalpark untereinander, wenn sie Tiere sehen. Während unserer Safari Tour im Udawalawe Nationalpark haben wir besonders viele Elefanten und Krokodile gesehen.

Als die Tour nach drei Stunden zu Ende geht, fiel das Fazit positiv aus. Wir haben wirklich viele Tiere gesehen, und nur sehr selten andere Fahrzeuge. Wir haben die Safari sehr genossen und hätten uns gewünscht, noch etwas länger durch den schönen Udawalawe Nationalpark zu fahren.

Abends nach der Tour bekamen wir von der Besitzerin unseres Homestays ein sehr leckeres, einheimisches Curry gekocht. Das war eins der leckersten Mahlzeiten unserer Reise.

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6 Gedanken zu “Safari im Udawalawe Nationalpark – Sri Lanka’s Elefanten”

    • Hallo, es freut uns sehr, dass dir der Beitrag gefällt!
      Im Juni herrscht der Sommer Monsun im Westen und Süden der Insel. Wir waren allerdings auch zur Monsun Zeit dort und es war oft bewölkt und windig. Auf Sri Lanka ist das Wetter sehr vom jeweiligen Ort abhängig. Generell lässt sich aber sagen, dass das Wetter im Osten und Norden gut ist, wenn das Wetter im Westen und Süden schlecht ist. Denn es verhält sich durch den Monsun immer entgegengesetzt.

      Liebe Grüße zurück 🙂

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  • Wow, das sieht einfach traumhaft schön aus. Ich hab Sri Lanka bisher ehrlich gesagt nicht wirklich auf dem Schirm gehabt, aber so eine Safari könnte ich mir seeeehr gut vorstellen. Iwie hatte ich glaube ich immer im Hinterkopf, das es durch Unruhen zu gefährlich dort ist. Hat sich das wieder gelegt ??

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    • Hallo, es freut uns, dass dir der Beitrag gefällt! Bei uns stand Sri Lanka zuerst auch nie auf dem Schirm, doch dann hat es sich als wahres Paradies ergeben. Hier konnten wir an schönen Stränden surfen, Elefanten und viele exotische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten und sogar noch auf bewaldeten Bergen wandern gehen!
      Von den Unruhen haben wir auch gelesen, aber diese haben sich in den lezten Jahren wieder gelegt. Wir haben auf unserer Reise auch nichts davon mehr mitbekommen. Viel Spaß beim Reisen 🙂

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    • Hallo Tina! Uns hat der Udawalawe Nationalpark richtig gut gefallen. Wir haben viele Tiere gesehen und die Safari Tour war deutlich entspannter und stressfreier als im Yala Nationalpark. Das liegt auch daran, dass der Udawalawe nicht so überlaufen ist wie der Yala. Somit würden wir euch eher den Udawalawe Nationalpark empfehlen.Im Yala kann man allerdings mit Glück Leoparden und Bären sehen, aber wir hatten leider nicht das Glück und es war auch viel zu viel los für entspannte Tiersichtungen.

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