Pulau Kapas ist eine kleine Paradiesinsel an der malayischen Ostküste mit traumhaft schönen Stränden und hervorragenden Schnorchelbedingungen. Für uns ist sie neben den Perhentian’s die schönste Insel in Malaysia. Wir haben die Insel schon letztes jahr nach den Perhentian Islands besucht und auch dieses Jahr kamen wir während unser Südostasien-Reise noch einmal zurück. Nach den Perhentian’s brauchten wir einen Tag Pause von Salzwasser, Sand, Schnorcheln und Sonnencreme. Deswegen haben wir uns eine Nacht in Kuala Terenganu gebucht, von dem Kuala Besut Jetty von den Perhentian’s haben wir zwei Stunden mit dem Taxi gebraucht. Nach einer erholsamen Nacht, sind wir morgens mit dem nächsten Taxi zum Marang Jetty. Hier haben wir das 11 Uhr Boot erwischt und waren nach nur fünfzehn Minuten Fahrt auf Pulau Kapas.

Unterkunft auf Pulau Kapas

Im letzten Jahr haben wir bei dem KBC Chalet übernachtet. In Buchungsportalen wie Booking oder Agoda findet man nur wenige Unterkünfte, die man im voraus buchen kann. Meist sind diese teuer und haben nicht so gute Bewertungen.

Zuversichtlich haben wir uns dort an dem Strand vom KBC Chalet absetzen lassen und haben nach einem freien Zimmer gefragt. Leider waren für die nächsten Tage alle Zimmer ausgebucht. Sie haben uns aber angeboten unser Gepäck so lange bei ihnen abzustellen, bis wir eine freie Unterkunft gefunden haben. Also sind wir am vom KBC Chalet rechts den Strand entlang gelaufen, von einer Unterkunft zur nächsten. Alles war ausgebucht, nur eine Unterkunft war frei für 170 Ringgit pro Nacht. Weder der Besitzer noch die Unterkunft waren uns sympatisch, so haben wir uns das als Notunterkunft übrig gelassen und sind weiter gegangen. Viele Unterkünfte gibt es auf Pulau Kapas nicht zur Auswahl. Am nächsten Strand haben wir eine Unterkunft gefunden, das Qimi Chalet. Mit 200 Ringgit (42€) pro Nacht war es oberhalb unseres Budgets, doch eine bessere Unterkunft haben wir nicht gefunden. Wir haben in einem Baumhaus gelebt mit Meerblick. Die Korallen konnten wir von unserem Zimmer aus sehen. Die Familie, der das Chalet gehört, ist sehr freundlich. Leider können wir das Qimi Chalet nur bedingt weiter empfehlen. Der Bungalow war nicht sonderlich sauber und uns wurde nicht gesagt, dass aus der Wasserleitung Salzwasser kommt. Außerdem scheinen die Rohre sehr verrostet zu sein, das Wasser hat nach Eisen gerochen und „geschmeckt“, manchmal kam richtig braunes Wasser aus der Leitung. Unglücklicherweise haben dadurch meine blonden Haare einen rostbraunen Farbstich bekommen, weil sich der Rost in die Haare richtig eingeheftet hat. Zudem hatte ich am ersten Tag nichtsahnend meinen Bikini unter der Dusche gewaschen, welcher danach orange/braun war. Den Bikini konnten wir in Kuala Lumpur in der Wäscherei wieder einigermaßen sauber bekommen. Bei meinen Haaren hat es etwas länger gedauert, bis der Farbstich rausging. Ich bin der Meinung, dass die Längen immer noch eine andere Farbe haben…

 

Schnorcheln auf Pulau Kapas

Wir haben uns ein Kajal gemietet und sind sind damit zur nahegelegenen Gem Island gefahren. Auf Gem Island haben wir eine Pause eingelegt und sind schnorcheln gegangen. Bei Gem Island ist der schönste Schnorchelplatz, den wir auf Pulau Kapas gefunden haben. Die Korallenriffe sind überwiegend noch gut intakt. Doch auch an den Stränden rund um Pulau Kapas kann man direkt vom Strand schnorcheln gehen. Was uns gestört hat ist, dass das Wasser sehr flach ist und nur wenig Platz zwischen einem und den Korallen liegt. Manchmal hatten wir das Gefühl, den Bauch einziehen zu müssen um bloß nichts zu berühren. Weiter draußen wurde es aber tiefer.

Wir haben sehr viele verschiedene Hart,- und Weichkorallen gesehen. Richtig witzig finden wir diese Würmer, die auf den Korallen wachsen und das Wasser filtern. Sie haben die Form eines Tannenbaumes und es gibt sie in verschiedenen Farben. Kommt man ihnen zu nah, ziehen sie sich in der Koralle zusammen und es bleibt lediglich ein kleines Loch zurück.

Die schönen Riesenmuscheln wachsen auf Korallen oder auf dem Meersboden. Es gibt sie in verschiedenen Farben. Die meisten, die wir gesehen haben, waren blau, grün, braun und lila und von ganz klein bis groß war an Größen alles dabei. Kommt man ihnen zu nah, klappen sie zusammen.

Einige Stachelrochen haben wir auch wieder gesehen, ein wunderschöner Anblick!

Das Highlight war eine riesige Qualle, die über dem Boden, zwischen den Korallen hin,- und hergeschaukelt ist. Einige neugierige Fische haben die Qualle umzingelt, welche wir noch nie zuvor gesehen haben.

Links ist Gem Island und rechts Pulau Kapas

Strände auf Pulau Kapas

Nachdem Schnorcheln sind wir mit dem Kajak von Gem Island zurück nach Pulau Kapas gefahren und haben an dem Strand gehalten, der am weitesten im Nordwesten der Insel liegt. Der Strand ist nur mit dem Kajak zu erreichen oder man klettert zu Fuß über die Felsen. Für uns ist dies definitiv der schönste Strand der Insel.

An dem Strand angekommen haben wir das Kajak liegen gelassen und haben uns auf die Suche nach einer frischen Kokosnuss gemacht. Tobi hat einen langen Bambusstab gefunden und hat damit zwei Kokosnüsse runtergebracht.

Wir hatten kein Taschenmesser dabei und auch keinen spitzen Stein zur Hand, womit wir die Kokosnüsse hätten öffnen können. Also gab es sie später in unserer Unterkunft.

Nach einer weiteren Schnorchelpause sind wir mit dem Kajak wieder zurück gefahren.

Einen Tag haben wir bei unserem Strand vom Qimi Chalet verbracht. Auch hier kann man vom Strand aus schnorcheln.

Eine große Gottesanbeterin hat uns etwas Gesellschaft geleistet. Als ich sie fotografieren wollte, ist sie mit einem Satz auf meine Kamera und weiter auf meinem Arm gesprungen. Habe ich mich erschrocken!

Um den westlichen Teil von Pulau Kapas führt eine goldene Treppe, welche schon ziemlich in die Jahre gekommen ist. An vielen Stellen ist sie kaputt.

Wir haben zweieinhalb Tage auf Pulau Kapas verbracht. Da wir davor schin fünf Tage auf den Perhentian Islands waren, war dies für uns genau richtig. Pulau Kapas ist eine sehr schöne und ruhige Insel, perfekt zum entspannen, sonnenbaden und schnorcheln. Die Korallenriffe sind im größten Teil besser erhalten als auf den Perhentian’s. Wir sind mir der 12 Fähre von Pulau Kapas zurück auf das Festland gefahren, die Überfahrt dauert nur 10-15 Minuten. Anschließend haben wir uns ein Taxi nach Kuala Terenganu genommen und sind mit dem Flugzeug nach Kuala Lumpur geflogen.

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