Von der Insel Java sind wir von Yogyakarta nach Sumatra geflogen. Wir sind in Medan gelandet.

Dort sind wir zwei Nächte geblieben um erstmal unseren Aufenthalt zu planen. Schon auf Java haben wir gemerkt, dass wir unsere Aktivitäten etwas zurück schrauben müssen, da wir eigentlich fast ununterbrochen unterwegs sind und eher weniger Zeit an einem Ort verbringen. Und natürlich wollen wir so viel wie möglich sehen, aber doch lieber entspannt.

Sumatra ist die sechstgrößte Insel der Welt und ist neben Borneo der einzige Ort auf der Erde wo Urang Utans noch in freier Wildbahn leben. Dies ist auch unser Grund gewesen nach Sumatra zu fliegen.
Wir haben uns vom Hotel abholen lassen und sind 80 Kilometer nach Bukit Lawang gefahren. Nachdem wir dem Verkehr in Medan entkommen sind, ging es über holprige und kurvige Straßen weiter. 3-4 Stunden haben wir für die Fahrt gebraucht.
Wider erwarten sind wir nicht durch dichten Dschungel, sondern durch Palmölplantagen gefahren. Ich habe zwar gewusst, dass es viele Palmölplantagen gibt, doch damit habe ich nicht gerechnet. Auch neben Bukit Lawang wo der Gunung Leuser Nationapark anfängt gibt es noch Plantagen.

Das sind die reifen Früchte.

Arbeiter sammeln alle Früchte auf und anschließend werden sie mit dem LKW zu einer Fabrik gebracht wo sie gepresst werden.

Wir haben unglaublich viele LKWs auf dem Weg gesehen. Dafür wird Regenwald abgeholzt, traurig.. Außerdem gibt es Gummibaum Plantagen. Daraus werden unter anderem Reifen hergestellt.

Direkt an unserem Hotel haben wir Affen gesehen.

Sie haben Avocados, Pflanzen und Blumen gegessen.

Am nächsten Tag haben wir mit dem Jungle Trekking begonnen. Wir haben eine geführte zwei Tages Tour mit Übernachtung im Dschungel gebucht. Begleitet wurden wir von einem Schweizer und drei Spaniern. Außerdem waren zwei Guides dabei.

Der Gunung Leuser Nationapark ist Rückzugsort für Orang-Utans und dem seltenen Sumatra Tiger, Nashörner sowie asiatische Elefanten. Abgesehen von Orang-Utans wird man den Rest auch bei einer 5 Tages Tour nicht zu Gesicht bekommen.
Wir haben direkt am Anfang viele Affen gesehen.

Thomas Leaf Monkeys, perfekt für ein Foto positioniert.

Und andere Affen Arten.

Es hat auch nicht lange gedauert, bis wir den ersten Orang-Utan gesichtet haben. Hoch oben im Baum hat er gesessen und sich ein Nest gebaut. Und ein Stück weiter haben wir den nächsten gesehen samt Baby!

Das Kleine ist durch die Äste geturnt.

Unsere Guides wussten wo sich die Orang-Utans oft aufhalten und haben uns zum nächsten geführt. Erst hat er ruhig auf einem Ast gesessen bis er anfing laut zu werden, das war unheimlich! Er hat dann wie Tarzan im Baum gehangen und wir mussten uns schnell ein Stück entfernen.

Das war echt unheimlich!

Bei den schwierigen Lichtverhältnissen gute Bilder zu machen war nicht so leicht. Vor allem wenn ein wütender Orang-Utan fast neben einem ist.

Auf kleine Pfaden ging es immer weiter. Der Boden war rutschig und wir sind über riesige Wurzeln geklettert, steil bergauf und bergab. Davon habe ich leider keine Bilder, weil ich meine Kamera wegpacken musste um mich mit beiden Armen festhalten zu können.

Als nächstes haben wir einen Gibbon gesehen, einen seltenen Affen.

Schon nach kurzer Zeit waren wir nass geschwitzt, es war super anstrengend. Aber unglaublich faszinierend! Unser Guide hat uns erklärt, welche Heilmittel aus den Pflanzen hergestellt werden können.

Nach einer Pause kamen wir in die Nähe von Mina, einem aggressiven Orang-Utan Weibchen, welches Futter als Wegzoll fordert. Dahinter steckt allerdings eine traurige Geschichte. Sie wurde früher in Gefangenschaft gehalten und hat dort immer Tonnen von Obst bekommen. Später wurde sie gefunden ausgewildert, was den Grund für ihr aggressives Verhalten erklärt.

Im Laufe der Zeit hat sie schon über 100 Leute gebissen und muss aus diesem Grund mit Futter besänftigt werden. Natürlich ist es nicht gut einen wilden Orang-Utan zu füttern, hier scheint es aber keine andere Lösung zu geben.

Immer wieder streckt sie die Hand aus und steckt sich alles in den Mund.

Zum Schluss hat der Guide ihr schnell Futter zugeworfen und wir mussten weiter.

Man muss den Regenwald einfach gesehen haben, es war gigantisch! Ein Dickicht von Pflanzen und Bäumen, alles ist nass und einfach magisch!

Nach 6-7 Stunden kamen wir bei dem Camp am Fluss an. In den letzten zwei Stunden ging unser Wasser Vorrat leer und die Konzentration ließ langsam nach. Zum Schluss ging es noch einen sehr steilen Berg hinunter und dann hatten wir es geschafft.

Hier haben wir erstmal im Fluss gebadet.

Geschlafen haben wir in Zelten über denen zusätzlich Planen gespannt waren. Es regnet mindestens einmal täglich. Den Tag über hatten wir echt Glück, abends fing es an zu regnen.

Wir haben super tolles Essen bekommen!

Nach einer etwas unbequemen Nacht auf dünnen Isomatten sind wir am nächsten Tag noch zu einem Wasserfall, inmitten des Regenwaldes. Was für ein tolles Erlebnis!

Abschließend sind wir mit den Reifen den Fluss wieder runter zum Dorf.

Es war eine tolle Tour, wir haben viele Orang-Utans gesehen (ich glaube 7-8) und es war unheimlich beeindruckend sie in der Wildnis zu sehen! Übrigens sind 96,4% der menschlichen Gene die gleichen wie beim Orang-Utan. Sie bauen sich für jede Nacht ein neues Nest zum schlafen und ihr Kind zieht das Weibchen 6 Jahre lang auf und bringt ihm alles bei. Unser nächstes Land wird Singapur, von wo wir Malaysia bereisen werden.

 

 
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