Nachdem wir den wunderschönen Mount Cook Nationalpark verlassen haben sind wir wieder an die Küste nach Timaru gefahren. Abends haben wir an einem Strand in der Stadt die blauen Zwergpinguine beobachten können. Mit einer Größe von nur 40cm sind sie die kleinsten Pinguine der Welt und leben an der Südküste Australiens und in Neuseeland.


Einen Tag verbrachten wir in Christchurch, empfanden die Stadt aber als nicht besonders sehenswert. Anschließend ging es am nächsten Tag nach Kaikoura. 2016 wurde die Küstenstadt schwer von einem Erdbeben getroffen. Dadurch hat sich die Küste vor Kaikoura um mehrere Meter angehoben, viele Gebäude in der Stadt sind zerstört und auch die Straße dahin ist eine lange Baustelle. Kaikoura sollte eines unser Neuseeland Highlights werden, aber dazu später mehr!
Wir haben direkt am Strand geschlafen.


Ein Lagerfeuer am Strand, mit den Bergen im Hintergrund, unter der Milchstraße. Früher dachte ich, das gibt’s nur im Film.

 
 

Schwimmen mit Delfinen

Ja, Kaikoura sollte eines unser Highlights in Neuseeland werden.
An der Küste leben sehr viele Delfin Gruppen und bei der Delfin-Tour sollen teilweise hunderte Delfine um einen schwimmen.
Schon vor zwei Jahren habe ich zu Tobi gesagt „wenn wir in Kaikoura sind, müssen wir die Delfin Tour machen!“
Gesagt, getan! Wir haben uns für die erste Tour morgens um 6 Uhr entschieden, das Meer ist morgens am ruhigsten. Auch vom Wellengang haben wir uns den besten Tag ausgesucht. Die Küste um Kaikoura ist sehr rau und beliebt unter Surfern. Daher besteht natürlich zwangsläufig die Gefahr bei solch einer Tour seekrank zu werden.
Weil Tobi und ich beide dazu neigen seekrank zu werden, haben wir vor der Tour eine Tablette genommen. Als wir mit dem Boot noch fast im dunkeln losfuhren war das Meer im Hafengebiet glatt, doch dann kamen riesige Wellen auf uns zu.
Ich gucke Tobi an und sagte „hier können wir unmöglich mit Delfinen schwimmen“, er nickte. Wir fuhren weiter, etwas angespannt hielt ich meinen Blick fest auf das Festland. Die Wellen wurden nicht kleiner. Die Sonne ging auf. Und dann kamen die ersten Delfine! Wir sollten uns fertig machen, dann ging es in’s Wasser. Der erste Versuch war erfolglos, die Delfine waren schon wieder weg. Wir fuhren noch etwas weiter bis wir zu einer größeren Gruppe kamen und gingen wieder rein. Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl im Bauch, aber hatte die feste Überzeugung, dass es im Wasser besser wird. Nach kurzer Zeit kam der erste Delfin um mich geschwommen! Er war schneller weg als ich gucken konnte. Wir sollten unter Wasser Geräusche durch den Schnorchel machen um die Neugier der Delfine zu wecken. Ich wurde im Wasser von den Wellen hoch-und runter geschaukelt, so dass mir schon richtig schlecht war.Doch so schnell wollte ich nicht aufgeben.
Ich habe die Delfine unter Wasser singen hören, das war einfach unglaublich. Und dann kam ein Delfin zu mir!


Neugierig ist er ein paar Mal um mich rumgeschwommen. Damit er mich interessant findet, habe ich mich so schnell ich konnte mit gedreht. Dabei hat er mich interessiert betrachtet, er hat mir richtig in die Augen geguckt. Danach ist meine Übelkeit nochmal gestiegen und damit ich mich nicht im Wasser übergebe bin ich auf das Boot zurück. Dort hingen schon einige über einen Eimer, ich gesellte mich dazu. Das Boot ging von den Wellengang hoch und runter.
Die Delfine waren munter und neugierig und diejenigen, die im Wasser mit ihnen waren, hatten bestimmt viel Spaß.
Fast neben mir ist ein Delfin fünfmal an der gleichen Stelle aus dem Wasser gesprungen. Mir war so übel und schwindelig das ich es nicht geschafft habe meine Kamera zu holen und Bilder zu machen. Leider.
Ich war unglaublich froh als wir mit dem Boot zurück gefahren sind und es endlich nicht mehr geschaukelt hat. Auch Tobi wurde schlecht und er war nur wenige Minuten im Meer. Zitterig und total enttäuscht und  traurig habe ich realisiert, dass die Tour vorbei war und wir sie überhaupt nicht genießen konnten. Dabei hatte ich mich schon so lange auf die Tour gefreut. Natürlich kann man das nicht ändern und umso froher bin ich, dass wir in Curio Bay mit den Hectordelfinen geschwommen sind! Ohne Tour.
Eigentlich wollte ich auch noch an einer Tour zum Pottwale beobachten teilnehmen, aber nach dieser Erfahrung erspare ich mir das.
 
Nach einer heißen Dusche ging es uns langsam besser und wir sind noch zu einer Seelöwen Kolonie gefahren.

Die meiste Zeit sitzen sie in der Sonne und kratzen sich dabei genüsslich mit ihrer Flosse.

 
 
 
 
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