Nach dem Grampians National Park sind wir weiter Richtung Melbourne gefahren. Auf dem Weg liegt die berühmte Great Ocean Road, die 250 Kilometer am Meer langführt. Ich hätte gedacht, dass es um Weihnachten eher ruhig ist,  aber es war richtig voll. Vor allem Asiaten waren dort unterwegs, die hier Urlaub machen. Die Great Ocean Road ist eine 243 Kilometer lange Straße an der Küste entlang und sehr beliebt bei Touristen.

So viele Highlights auf kurzer Strecke sind wir gar nicht gewohnt. An der Westküste sind wir teilweise 1000 Kilometer gefahren um etwas zu sehen. Erstes Highlight entlang der Great Ocean Road war ein Eukalyptuswald, wo Emus, Kängurus und Koalas wildleben, Menschen aber gewöhnt sind.
Anschließend haben wir alle paar Kilometer angehalten und die riesigen Felsen und Klippen bewundert.
Das Highlight und beste Fotomotiv sind die bekannten zwölf Apostel, zwölf riesige, im Meer stehende Felsen entlang der Steilküste. Dort waren besonders viele Touristen, die alle ein Foto vor den zwölf Aposteln wollten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Klippen gehen steil runter. Ein Weg hat hinunter geführt und wir sind am Strand lang spaziert. Anschließend haben wir bis zum Sonnenuntergang gewartet.

Am nächsten Tag sind wir etwas in das Landesinnere gefahren und sind durch eine Art Regenwald gewandert. Dieser besteht hauptsächlich aus riesigen Farnen, die wie Palmen aussehen.

Es sieht etwas aus wie im Urwald.

Wir haben drei verschiedene Walks gemacht und sind zu zwei Wasserfällen gewandert.

Überall wachsen Pflanzen auf den Stämmen der Farne und auf anderen Bäumen. Das macht es für mich noch mehr zu einer Art Regenwald.

Zurück ging es wieder Richtung Meer. Wir kamen an einem Wald mit vielen Eukalyptusbäumen vorbei, wo sehr viele Koalas leben. Überall hängen sie am Baum und essen die Eukalyptusblätter. Manche Bäume waren komplett kahl gefressen. Die Koalas sind schwer zu entdecken und sitzen zwischen Ästen oder inmitten von Blättern und Zweigen. Dort schlafen und essen sie den ganzen Tag und bewegen sich fast nicht, ein bisschen wie Faultiere.

Weiter ging es zu einer Stelle, wo Papageien und Kakadus zahm sind und sich gerne füttern lassen.

Dieser Tag war Heiligabend und wir haben am Strand BBQ gemacht, das war unser Weihnachtsessen!

Viele Leute, vor allem Menschen aus asiatischen Ländern, haben am Strand gegrillt und zusammen gesessen. Neben uns hat eine indische Familie gegrillt.

 Neben uns die Kakadus im Baum.

Dies war die Nacht, wo wir im Wald schlafen wollten und von der Feuerwehr aufgrund des Buschfeuers weggeschickt worden, wo mein Spürsinn von dem Feuer bereits wusste und dort ganz schnell weg wollte. Das war wirklich unheimlich, etwas wie im schlechten Film. Am Berghang im Wald in einem kleinen Weg campen wollen, weil es schon fast dunkel ist es nicht schaffen mit dem Auto zu drehen, nicht rückwärts bergauf aus dem Weg kommen, mit einem ganz schlechten Gefühl im Bauch und dem Geruch von Feuer in der Nase. Fast wären wir dann wirklich dort stehen geblieben, sind dann durch meine Panikmache doch gewendet und den Berg wieder runtergefahren, wo wir dann von der Feuerwehr wo anders hingeschickt worden sind.

Den nächsten Tag haben wir am Strand verbracht und von dort aus das Feuer beobachtet, das immer größer wurde. Es war so heiß und trocken, da hat es sich schnell ausgebreitet.

Im Aldi (ja, den deutschen Aldi gibt’s im zivilisierten Süden und Südosten von Australien, habe ich Pfeffernüsse gefunden. Endlich mal was weihnachtliches).

Kurz bevor die Stadt wegen des Feuers evakuiert wurde, sind wir weiter gefahren. Ich habe eigentlich nur darauf gewartet, wann die Feuerwehr alle Leute wegschickt, weil das Feuer echt nicht weit weg war. Die Great Ocean Road ist gesperrt worden und inzwischen sind über 100 Häuser zerstört,- die armen Menschen.

Überall gibt es Schilder, auf denen angezeigt ist, wie hoch die aktuelle Gefahr eines Buschfeuers ist.

Die Feuer sind noch am brennen und nicht unter Kontrolle. Dadurch, dass es in den nächsten Tagen wieder trocken und heiß wird, besteht die Gefahr, dass sie sich noch ausbreiten. Schon seltsam, wie lange es brennt. Vor einer Woche ist es durch Blitzeinschläge ausgelöst werden.
Wir sind nun in Melbourne angekommen, feiern hier Silvester und dann geht es weiter Richtung Sydney.

 

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