Golden Bay

Nach unserer viertägigen Wanderung durch den Abel Tasman Nationalpark war erstmal Ruhe angesagt und wir sind nördlich zur Golden Bay gefahren. Hier lebt am Wharariki Beach eine Seerobben Kolonie.



Ein wilder, aber schöner Strand! Die Seerobben hatten keinerlei Angst und sonnten sich gemütlich am Strand…

In allen lustigen Positionen…

Besonders süß waren die Babyrobben!

Die letzten Tage war es ungewöhnlich heiß, was uns eigentlich gefällt!
Von Nelson sind wir 200 Kilometer nach Westport, an die Westküste gefahren. Ich habe mich etwas wie in Australien gefühlt. Eine weite Strecke fahren, es war heiß, erst abends am Schlafplatz ankommen.
In Westport haben wir an einem freien Schlafplatz am Strand geschlafen und sind am darauffolgenden Tag zur Tauranga Bay gefahren. Tobi ist Surfen gegangen und ich habe eine Seerobben Kolonie besucht.

Die Strände an der Westküste sind einsam und rau.


Am darauf folgenden Tag sind wir zu den bekannten Pancake Rocks gefahren. Die Straße hat mich an die Great Ocean Road in Australien erinnert, immer am Meer lang.

Die Pancake Rocks sind in den letzten 30 Millionen entstanden und erinnern durch ihre heutige übereinander geschichtete Form an aufeinander gestapelte Pfannkuchen.


Anschließend sind wir auf dem Punakaiki River Paddleboard gefahren. Es ging durch eine wunderschöne Schlucht, auf einem klaren, grünen Fluss, an vielen Palmen vorbei.



Ich habe mich wie im Paradies gefühlt! Während wir den Fluss hochgefahren sind haben wir uns immer wieder im Wasser abgekühlt!
 

Arthurs Pass – Avalanche Peak

Wir hatten die weiterhin anhaltende Schön-Wetter-Phase genutzt um zu dem Arthur’s Pass zu fahren.
Der Arthur’s Pass ist der höchste Pass in den Südalpen und ist die einzige Verbindung von der Westküste zur Ostküste. In dem Nationalpark gibt es bis zu 2200m hohe Berge. Wir sind auf den 1883m hohen Avalanche Peak gewandert. Es ging 1000 Höhenmeter den Avalanche Peak Track bergauf. Wir sind mehr geklettert als gewandert, was mir sehr gefallen hat! Bis jetzt empfand ich die bisherigen Wanderungen (wir waren in Neuseeland noch nicht in den Alpen) eher vom Weg her eintönig. Erstaunlich schnell, in zweieinhalb Stunden waren wir schon oben. Wir sind wohl doch nicht so unsportlich wie wir dachten! 🙂
Auf dem Gipfel konnten wir einen gegenüberliegenden Gletscher sehen.

Kannst du in der Blume auch ein Herz erkennen?

Dann ging es den Scott Track wieder runter.


Mit einer schönen Aussicht auf den 131m hohen Devil’s Punchbowl Wasserfall.


Das letzte Stück ging durch einen märchenhaften „Beech Forest“ mit vielen Flechten und Moosen.

Nachdem wir 1000 Höhenmeter hoch gewandert und auch wieder runter sind. Leider haben wir keine Kea’s gesehen. Kea’s sind Bergpapageis, die ausschließlich in den Südalpen Neuseelands vorkommen.
Am nächsten Tag waren wir noch etwas spazieren, sind aber wegen des abgekündigtem Zyklons zurück nach Greymouth gefahren.
Hier haben wir an einem freien Schlafplatz am Strand geschlafen. Abends fing es an immer stürmischer zu werden. Nachts um halb vier haben wir es im Auto nicht mehr ausgehalten. Mir war leicht übel, weil unser hohes Auto im Sturm geschaukelt hat und auch die Lautstärke des Winds hat uns nicht schlafen lassen. So sind wir mitten in der Nacht vom Meer geflüchtet und uns einen geschützten Platz gesucht.  Der nächste Tag sollte noch schlimmer werden. Die Wellen wurden gegen Mittag 10 (!) Meter hoch, es war eine King Tide (übermäßig hohe Gezeiten, Flut) angesagt mit sehr hohen Windböen.
Auf dem Parkplatz am Strand wurde vor 40 Jahren Müll vergraben. Dieser wurde jetzt durch die King Tide und den Sturm wieder ausgewaschen. Ein Bild wie in Asien!

Neuseeland gibt vor sehr nachhaltig im Thema Umweltschutz zu sein. Tatsächlich wird ein sehr großer Teil des landesweiten Abfalls einfach unter der Erde begraben. Genaue Zahlen konnte ich hierzu leider nicht finden.
 
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