Über Bohol haben wir seitdem wir die Philippinen geplant haben, schon viel gutes gehört. Es gibt einige tolle Sehenswürdigkeiten auf Bohol, wie die kleinen Tarsier,  die Chocolate Hills, die blauen Wasserfälle und die Strände.

Am ersten Tag haben wir uns einen Roller gemietet und hatten ein Ziel: Tarsier und Chocolate Hills.
Von unserem Hotel in Alona Beach waren es 70 Kilometer pro Weg. Ein langer Tag auf dem Roller stand uns bevor!
Die Philippinen sind ein christliches Land und wir kamen bei schönen alten Kirchen vorbei. Nach dem muslimischen Indonesien und Malaysia eine interessante Abwechslung.

Nach einer schönen Fahrt kamen wir bei unserem ersten Highlight an.

Das Highlight auf der Insel ist klein, nur etwa 8 cm groß. Die Rede ist von den kleinen Koboldmakis, die auf Bohol leben. Es handelt sich um winzige Affen mit riesigen Augen. Und mit riesig meine ich wirklich RIESIG. Ich weiß nicht wie man so süß gucken kann. Koboldmakis sind nachtaktiv und schlafen am Tag. Und wenn sie nicht schlafen, gucken sie einen mit ihren riesigen Augen an.

Bei den kleinen Wesen muss man ganz leise sein. Am liebsten würde ich einen einpacken. Wenn sie sich gestresst fühlen, nehmen sie sich das Leben. Sie verweigern die Nahrung, halten die Luft an oder schlagen mit dem Kopf wogegen bis sie sterben. Wer noch nie zuvor von kleinen selbstmordgefährdeten Affen gehört hat, zweifelt wahrscheinlich zurecht am Wahrheitsgehalt.

Es war gar nicht so leicht diese süßen und zerbrechliche Wesen wieder zu verlassen.

Weiter ging unsere Fahrt, vorbei an kleinen Holzhütten und Reisfeldern.

Die Menschen besitzen keine Maschinen und die Felder werden wie in vergangenen Zeiten mit Hilfe eines Wasserbüffels gepflügt.

Angekommen bei den Chocolate Hills kam dann alles wie erwartet: Massen an Menschen und das alles nur, um ein paar Hügel zu sehen. Ohne Frage sind die Chocolate Hills schön und beeindruckend. Aber ohne diese Menschenmassen wären sie definitiv schöner. Wir knipsten nur ein paar Bilder und haben uns dann schnell wieder aus dem Staub gemacht.

Wir sind noch zwei Stunden durch Reisfelder und kleine Wälder gefahren, haben noch an einem Wasserfall gestoppt und anschließend wieder zurück. Am nächsten Tag wollten wir die Strände erkunden. Unser Strand vor dem Hotel ist schön, doch bestimmt gibt es noch schönere!

Den schönsten Strand haben wir direkt bei uns um die Ecke gefunden, den Amarela Beach. Wir waren an einem Samstag da, weswegen es ziemlich voll war. Und wenn wir dann nicht noch von Schmuckverkäufern genervt werden ist es trotzdem sehr schön!

So sehen auch die typischen Strände aus. Was man auf dem Bild nicht sieht ist der Müll. Am liebsten würde ich alles aufsammeln und aus dem Meer fischen. Habe ich auch schon oft, aber manchmal ist es einfach so viel, das es aussichtslos erscheint. Es werden einfach viel zu große Mengen an Plastik produziert, die nicht recycelt werden können und unkontrolliert entsorgt werden. Wir haben in Asien viele Flüsse gesehen, wo Menschen direkt daneben leben und der Fluss als Mülleimer dient, welcher dann im Meer landet. 60% des Plastikmülls in den Ozeanen kommen aus fünf Ländern: China, Indonesien, Philippinen, Thailand und Vietnam.

Überall sieht man wieder angebunde Ziegen und Kühe.

Und auch hier überall Müll. Für die Menschen ist es völlig normal und es hebt auch keiner etwas auf. Eher kommt etwas dazu.

Auf dem Loboc River haben wir eine Standup Paddle Tour unternommen.

Wir sind den Fluss vier Kilometer hoch zu einem Wasserfall gefahren und anschließend vier Kilometer zurück. Es war ganz schön anstrengend, vor allem gegen die Strömung, hat aber viel Spaß gemacht!

Nachdem wir die folgenden zwei Tage durch eine leichte Magenverstimmung im Hotel verbracht haben, ging es zurück nach Cebu, von wo aus wir nach Palawan fliegen werden!

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