Wir haben viereinhalb Monate in Auckland gearbeitet. Die ganze Zeit haben wir kaum glauben können, dass es wirklich noch Sommer wird. Als wir im Juni in Neuseeland ankamen war es kalt und verregnet. Auch im Juli, August und September war es nicht wirklich besser.
So gab es genügend Zeit und Möglichkeit nach der Arbeit und am Wochenende das Auto von innen und außen auszubessern. Wir haben vieles im Van verschönert oder repariert. Außerdem ist uns aufgefallen, dass unser Auto im Stehen Kühlwasser verliert. Leider musste die Zylinderkopfdichtung gewechselt werden. Etwas, wovor wir in Australien immer Angst hatten, da die Reparatur sehr teuer ist. Dabei haben wir gleich noch den Zahnriemen, die Wasserpumpe und das Thermostat wechseln lassen. Und waren 1300$ ärmer.
Außerdem hat unser Van zwei neue Reifen bekommen.
Das Auto ist ein wahres Platzwunder! Wir haben unser Gepäck (was echt viel ist) vernünftig verstauen können. Nur die zwei eingepackten, aufblasbaren Standup Paddleboards liegen im Auto auf dem Boden und müssen immer nach vorne auf die Sitze geräumt werden. Die zwei Surfbretter sind außen am Auto befestigt.
 
Unser erster Halt war 200 Kilometer nördlich von Auckland, der Ocean Beach in Whangarei Heads. Während Tobi sich auf’s Surfbrett schwung, habe ich den Wanderweg erkundet und wurde mit einer tollen Aussicht belohnt!

Danach sind wir weiter nach Tutukaka gefahren. Hier noch ein paar schöne Bilder von unserem zu Hause. Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer-, alles in einem!

In Neuseeland gibt es sehr viele schöne Schlafplätze, an denen man umsonst campen darf. Viele davon sind nur für „selfcontained“ Camper. Das heißt, das Auto hat einen Frischwassertank sowie einen Abwassertank, eine Dusche und eine Toilette. Da unser Auto so groß ist, ist es eh self contained. Wir haben dafür eine tragbare Toilette, die wir aber natürlich nicht nutzen.

Wir haben sogar einen Kühlschrank, welcher an zwei Batterien angeschlossen ist. Diese werden beim Fahren automatisch aufgeladen.
Außerdem ist auf dem Dach eine Solarplatte, welche auch die zwei Batterien lädt.
So können wir ohne Probleme den Kühlschrank anhaben und auch Elektronikgeräte wie Laptops laden.
Und jeder von uns hat seinen eigenen Kleiderschrank. Das Auto ist echter Luxus für uns und das wissen wir auch sehr zu schätzen. So gut haben wir in Australien nicht gelebt. Diesmal waren wir bereit mehr Geld in ein Auto zu investieren und wir kamen im Winter an, wo die Verkaufspreise sehr niedrig waren. Dafür haben wir bei dem 25 Jahre alten Ford Econovan Maxi (Hitop) auch schon viel Geld für Reparaturen und für die Ausstattung bezahlt.
 

Matapouri

Danach sind wir nach Matapouri gefahren, wo es uns auch sehr gut gefallen hat. Einen Tag haben wir bei Regen und starkem Wind komplett im Auto verbracht. Wir haben uns die Zeit mit lesen, kochen, malen, Bilder bearbeiten und Filme gucken vertrieben.
Nachdem sich das Wetter gebessert, hat ging es weiter zur Oke Bay. Hier sind wir bereits schon einmal gewesen bevor wir gearbeitet haben und waren von dem Strand begeistert. Diesmal war das Wetter nicht so strahlend sonnig wie an dem Wintertag im Juni.
Anschließend ging es weiter nach Paihia, in die Bay of Islands. Hier haben wir schon viel von gehört! Letztendlich haben wir eine Nacht auf einem bezahlten Campingplatz (44$) verbracht und sind am nächsten Tag weiter gefahren. Außer jeglichen Wasseraktivitäten gab es nicht viel zu unternehmen. Da wir in Kaikoura (auf der Südinsel) mit Delfinen schwimmen möchten, wollten wir in Paihia keine Bootsfahrt machen.
Von Paihia sind wir nach Keri Keri, wo wir eine acht Kilometer lange Wanderung zu Wasserfällen unternommen haben.
 

Doubtless Bay

Danach ging es weiter zum – wie sich später rausstellte – schönsten Campspot: an der Doubtless Bay! Direkt am Strand haben wir unser Camp aufgeschlagen. Hier sind viele Langzeitcamper, welche in Australien auch als die „grey nomads“ bezeichnet werden. Viele haben große Reisebusse und leben dort wie in einem echten Haus. Nur halt umsonst, am Strand.
In der Nähe haben wir den wunderschönen Karikari Beach entdeckt! Das ruhige Wasser war perfekt zum Paddleboard fahren!
Dies war der Tag mit dem bislang besten Wetter. Den ganzen Tag hat die Sonne geschienen.
Wir sind vier Stunden lang an den Buchten entlang gepaddelt und haben die ganze Zeit nach Delfinen Ausschau gehalten.

Nachdem wir unsere Ausrüstung zurück den kleinen Berg hoch zum Auto getragen haben… kamen Delfine. Erst waren sie weit weg, dann kamen sie immer näher! Wir haben die ganze Zeit am Auto gestanden und haben nicht gewusst, ob wir die Bretter wieder runter tragen oder ob die Delfine wieder verschwinden. Blöd gelaufen, das wäre DIE Chance gewesen.

Am nächsten Tag wollten wir nochmal unser Glück versuchen. Wir hatten gerade die Bretter aufgepumpt, als wir weit auf dem Meer hinter einem Boot die Delfine springen sahen! Wie die Verrückten sind wir mit den schweren Standup Paddleboards den Berg runter gelaufen und sind in höchster Motivation und Begeisterung losgepaddelt… und haben keine mehr gesehen.

Cape Reinga

Am nächsten Tag sind wir zum eigentlichen Ziel, Cape Reinga gefahren. Bei uns ist natürlich der Weg das Ziel. Cape Reinga ist der nördlichste Punkt Neuseelands und ist vor allem durch den Leuchtturm bekannt. Hier trifft die Tasmanische See auf den Pazifischen Ozean.

Wir sind unter dem Cape eine 16 Kilometer lange Wanderung gegangen, welche durch verschiedene Landschaften führt. Es sah an einigen sandigen Stellen recht trocken und trostlos aus, etwas wie auf dem Mond.

Danach haben wir auf einer doc (Department of conversation) campsite gecampt
und sind am nächsten Tag wieder südlich gefahren, wo wir an unseren
Lieblingsplätzen nochmal jeweils einen Tag verbracht haben. In Auckland
sind wir bei der Arbeit vorbei, shoppen gewesen und bis auf die
Coromandel Halbinsel gefahren. Insgesamt waren wir genau drei Wochen von
Auckland bis Cape Reinga und wieder zurück unterwegs.

 

 

 
 
 
 

 

 
 
 
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