Der Aoraki oder auch Mount Cook genannt, ist mit 3724 Metern der höchste Berg Neuseelands. Der Mount Cook Nationalpark besteht aus schneebedeckten Bergen, Gletschern und Gletscherseen. Hier gibt es einige schöne Wanderungen, die wir unbedingt unternehmen wollten. Schon mal vorweg: für mich Bergbegeisterte ist es die schönste Region Neuseelands!

 
Von Timaru an der Ostküste der Südinsel sind wir landeinwärts Richtung Alpen gefahren. Wir kamen am beeindruckend blauen Lake Pukaki vorbei und haben hier übernachtet. Eigentlich kann man von hier schon die Berge sehen, doch es war bewölkt. Für die nächsten Tage war jedoch gutes Wetter angesagt. Wir sind am nächsten Morgen aufgewacht und zum Mount Cook Village gefahren. Die Berge konnten wir nur hinter den Wolken vermuten. So sind wir erstmal in das Visitor Center und haben schonmal für 13$pro Person einen Platz beim DOC White Horse Campground reserviert.
Auf einmal kam die Sonne raus und hat die Sicht auf die Berge freigegeben. Endlich konnten wir los!
 

Hooker Valley Track

Da inzwischen schon Mittag war, haben wir uns für den Hooker Valley Track entschlossen, welcher nur drei Stunden geht, aber eine sehr gute Aussicht bietet. Da das Tal vormittags im Schatten liegt, empfiehlt es sich auch erst Mittags loszugehen. Die Ausblicke sind wirklich atemberaubend! Ich musste immer wieder anhalten und die Berge bestaunen.




Einige wirklich malerische Hängebrücken überqueren die aus den Gletschern kommenden Flüsse.


Der Hooker Valley Track führt bis zu einem Gletschersee mit direkten Blick auf den schneebedeckten Mount Cook.




Hiernach ging es den gleichen Weg wieder zurück.
 

Tasman Glacier

Da wir das schöne Wetter noch nutzen wollten und Zeit hatten, sind wir zu dem Tasman Glacier gefahren. Die kurze Fahrt vom Camp ist sehr schön.

Der Weg zu dem Tasman Gletscher See hat nicht lange gedauert.

Danach haben wir im Mount Cook Village beim Public Shelter eiskalt geduscht. Ja, es war wirklich eiskalt! Beim Haare waschen musste ich immer wieder kurz vom Wasser weg, weil mein Kopf durch die Kälte schon weh tat. Das war bestimmt Gletscherwasser. Und ja, eine heiße Dusche gibt es auch (2$5 Minuten). Weil die besetzt war und wir nicht warten wollten dachten wir uns, dann sparen wir uns das Geld und duschen kalt. 😀
 

Mueller Hut Route 

Am nächsten Tag sind wir morgens gestartet um zur Mueller Hut zu wandern. Eigentlich wollte ich hier eine Nacht schlafen, aber weil dies sehr beliebt ist, sollte man es zwei Wochen vorher buchen. Da uns immer die Planung schwer fällt, wann wir wo sind, hat es nicht geklappt. Eine Nacht in der Hut kostet pro Person 35$. Man kann dort auch im Zelt schlafen, allerdings sollte die Temperatur in der Nacht unter 0 Grad gehen und dafür sind unsere Schlafsäcke einfach nicht gemacht.
Von dem White Horse Camp sind wir auf einer Höhe von ca 700 Metern gestartet.  Erst ging es gemütlich, dann steil den Berg hoch. Die Wanderung ist auch bekannt als „Stairway to Heaven“. 2200 Stufen geht es hoch.
Der Sealy Tarns Lookout liegt ungefähr auf halbem Wege und bietet eine tolle Ausblick!

Danach geht es über Geröll und große Steine steil bergauf.
Oben angekommen öffnet sich ein atemberaubender Blick auf die umliegenden Gletscher! 1100 Höhenmeter haben wir bewältigt!     Wir waren definitiv aus der Puste, aber überwältigt und glücklich!

Was für eine tolle Aussicht!
Die Mueller Hut liegt auf 1800 Meter.


Zu gerne hätte ich hier geschlafen!

Sogar die Toilette ist schön gebaut.


Nach einer schönen langen Pause und noch vielen Fotos ging es an den Abstieg. Eigentlich wollte ich ja gar nicht weg…


Unglaublich dickes Gletschereis.


Auf dem Weg runter kamen uns welche oberkörperfrei entgegen, nur mit einer Wasserflasche in der Hand. Sie fragten uns wie weit es noch sei und ob das der Weg zum Mount Cook wäre. Ich muss immer noch lachen wenn ich daran denke. Schließlich ist der Mount Cook nur für Extrem-Bergsteiger erkletterbar.
Der Abstieg ist ziemlich auf die Knie gegangen und wir waren alle froh, als wir wieder unten waren. Diesmal haben wir uns eine warme Dusche gegönnt. Das ist das White Horse Camp wo wir geschlafen haben.
Spät abends haben wir Bilder von der Milchstraße gemacht.
Das Zelt haben wir nur für die Fotos aufgestellt, wir schlafen ja im Auto.
Der schönere und hellere Teil der Milchstraße ist leider nicht in Richtung Berge.
 
Das sind meine Einstellungen: Blende 2.7, ISO 6400, 30 Sekunden.

Am nächsten Tag war immer noch schönes Wetter. Da wir schon alle sehenswerten Wanderungen gegangen sind, gab es für uns nichts mehr zu tun. Ich finde schade in Neuseeland, dass es im Hochgebirge so wenige begehbare Wege gibt. Das ist man aus Europa anders gewohnt. In Neuseeland sind oft Huts, zu denen kein Weg führt. Den muss man sich also mit Kompass und Karten selber navigieren.
So ging es zurück zum Lake Pukaki.



Auf dem Lake Pukaki sind wir mit unseren Paddleboards gefahren mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund.


Das Wasser war auch angenehm zum baden.

Am nächsten Tag haben wir noch der „Church of the good Shepherd“ am Lake Tekapo einen Besuch abgestattet. Warum sie soo berühmt ist weiß ich gar nicht und habe ich auch nicht rausbekommen. Ein schönes Fotomotiv ist sie natürlich.
Die Lupins haben wir ja leider verpasst, dabei wollte ich sie unbedingt sehen! Nur noch ein paar vereinzelte wachsen hier und da. Sie blühen im Frühling und Frühsommer in dieser Region.

 
 

 

 
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